Städtepartnerschaftsreise 2017 des KVV – einmal anders 
Ein Bericht von der diesjährigen Städtepartnerschaftsreise nach Skegness/Großbritanien. Nach 2 Jahren Abstinenz war es wieder einmal soweit.
Um die Freundschaft zwischen Bad Gandersheim und Skegness zu bekräftigen, reisten 28 deutsche Bürger vom 01.06. bis zum 07.06.17 in die englische Stadt an der Nordsee. Vieles war anders als sonst.

Anstatt mit dem Bus und der Fähre wählte die Gruppe diesmal Flugzeug und Privatfahrzeuge. Die Reise konnte so relativ günstig gestaltet werden, zumal die englischen Freunde die deutschen Gäste mit einem großen Bus abholten und immer wieder auf eigene Kosten zu verschiedenen interessanten Zielen brachten.
Mit einem Viertel aller Reisenden war der Anteil der in Familien untergebrachten Gandersheimer relativ hoch. Obwohl die English-Kenntnisse der Teilnehmer höchst unterschiedlich waren, konnte wohl jeder am Ende sagen: „Ich hab‘ ein paar Brocken dazu gelernt".

Das Alter der Teilnehmer variierte so stark wie vielleicht noch nie zuvor. Von 10 bis 85 war alles dabei. Eigentlich eine total inhomogene Truppe, die ihre Stärken jedoch zeigte, wenn es darum ging, anderen zu helfen. Sei es bei der Kofferbeförderung, bei der Unterstützung/Begleitung von Menschen mit starken oder weniger starken Behinderungen oder in den Grüppchen, die sich immer wieder neu bildeten und unterschiedliche Reisende miteinander verbanden.
Nicht unschuldig an der guten Stimmung war auch die hervorragende Betreuung durch die Gastgeber.  Da gab es ein „Twinning“-Treffen mit einem tollen Menü in einem schön vorbereiteten Ambiente- zumal der Vorsitzende des englischen Partnerschaftstreffen- Herr Brian Chapman – in dieser Zeit auch noch seinen 65. Geburtstag feierte.
Der neue  Bürgermeister der Stadt - Danny Brookes - lud die ganze Gruppe kurzerhand zu einer Tea-time in das Indulgence Café/Skegness ein. Wer hier allerdings nur mit einer Tasse Tee gerechnet hatte, sah sich schwer getäuscht. Da gab es  - Schnittchen aller Arten oder süße Stückchen…. die Reisenden hatten – Gott sei Dank – keine Waage dabei!
Zum Programm - denn das gestaltete sich auch etwas anders als in den Jahren zuvor. Ein Plan der Kontraste wie
 - eine Naturschutzveranstaltung im Wattenmeer contra  Las Vegas-Shopping.
 - eine Wattwanderung contra Kneipentour.
 - mit Tigern auf 20 cm Nähe links und rechts eines schmalen Weges.
 - Besichtigung von typischen englischen Städten wie Woodhal Spa oder Newark.
 - Besichtigung einer Fledermauskirche oder einer spätmittelalterlichen Burg.

Und neu auch der Besuch von London mit - je nach Interesse - Madame Tussaud, Tate Gallery, Phantom of  the Opera, Changing the Guards am Buckingham Palast, Shopping in der Carnaby Street, Essen in China town…..

Zwar hätten die Hotels etwas besser sein können, dafür wurden alle wiederum durch das Wetter entschädigt, welches sich - anders als sonst und nur mit kleinen Ausnahmen – überhaupt nicht „very britisch“ zeigte. Für alle Altersgruppen war etwas dabei.
In seiner Tischrede wies der Leiter der deutschen Städtepartnerschaftssparte, Norbert Braun, darauf hin, dass die Freundschaft zu Skegness gerade in Zeiten des Brexit wichtig sei und besonders gepflegt werden sollte, dass der bereits im letzten Jahr zustande gekommene Schüleraustausch weitere Unterstützung verdiene und weiter ausgebaut werden sollte, dass bei Zustandekommen einer Landesgartenschau in Bad Gandersheim 2022 sich die Bad Gandersheimer sehr über eine aktive Teilnahme Ihrer Partnerstadt freuen würden.
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Lebendige Städtepartnerschaft

Skegness-Fahrt vom 23.07 – 28.07.2015
Mit einem komplett ausgebucht Bus ging es am Donnerstag über Holland nach Skegness. Unterwegs ein deftiges Frühstück. Von Calais aus durch den Eurotunnel, der ganze Bus mit Insassen in einem Eisenbahnwaggon, ca. 40m tief unter dem Meeresboden.
In Dover angekommen ging es dann auf der linken Straßenseite weiter. Eine verpasste Abfahrt und ein Zwischenstopp sorgte dafür, dass die Teilnehmer erst mit 4 Stunden Verspätung von den englischen Freunden aus Skegness in Empfang genommen und in ihre Quartiere begleitet werden konnten. Die meisten Mitfahrer waren in kleinen, typisch englischen Hotels untergebracht, in denen sie morgens - auch wiederum typisch englisch – unter anderem mit scrambled eggs, red beans und orange jam  verwöhnt wurden.
Am Freitag stand der Besuch der alten Hafenstadt Louth auf dem Programm. -  sehenswert die Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Wolle war lange der Exportschlager dieser Stadt. Ein kleiner Markt lud Neugierige zu einem kleinen Rundgang ein.
Die Rückfahrt ging über die Küstenstadt Mablethorpe, wo die Teilnehmer sich an dem ausgedehn­ten Strand beim Bau von Sandburgen versuchten. Das Wetter war typisch englisch. Es gab dann einen Empfang durch den Bürgermeister von Skegness in einerGaststätte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Schreiben der Bad Gandersheimer Bürgermeisterin Franziska Schwarz vorgetragen, die sehr bedauerte, nicht dabei sein zu können, aber ihren Besuch in Skegness bei der nächsten Ge­legenheit ankündigte und den Bürgermeister von Skegness in die Roswitha-Stadt einlud.
Am Samstag ging es dann zunächst zu einer Glasmanufaktur nach King’s Lynn. In der Caithness Glass Company konnten allerlei Gegenstände erworben werden - von Murano-Glas über Spiegel hin bis zu schaurigen Tassen. Es folgte dann ein Highlight der Reise – Schloss Sandringham dem Wintersitz der Queen, aber auch – ganz aktuell - als der Ort, wo der Thronfolger William mit seiner Frau Kate ihre Kinder aufziehen wollen. Schloss Sandringham.2Abgeschirmt vom Touristenrummel lebt die königliche Familie in einem Cottage wenige Kilometer vom eigentlichen Schloss entfernt. Das Hauptgebäude selbst wird aber immer wieder für königliche Events gesperrt. Das Schloss wurde ursprünglich im 13. Jh. erbaut. Im Inneren geben Gegenstände einen Einblick in das Leben der königlichen Familie. Die ausgedehnten Gärten laden zum Flanieren ein und ein Souvenirshop mit Café tragen zum Wohlfühlen bei. Auf der Rückreise luden die englischen Gastgeber zu einem Abendessen in Boston ein. Der Renner waren „Fish and Chips“, eine Mahlzeit, die man wohl nur in England traditionell auf diese Weise zubereitet bekommt.
Der Sonntag begann dann mit einem Besuch auf einem Pferdehof. Freiwillige Helfern haben sich hier zur Aufgabe gemacht, schlecht behandelten und ausgestoßenen Tieren eine Bleibe zu geben. Zu jedem Pferd gab es zum Teil ergreifende Storys.
Dann kam der Regen! Das für den Nachmittag geplante Gartenpicknick fiel ins Wasser und wurde kurzerhand in ein Museum verlegt. In der Village Church Farm wurden alle mitgenommen in die Vergangenheit der Region: Inmitten alter Häuser (aus den Zeiten von König Georg III bis Königin Viktoria) wurden alle in alte Zeiten versetzt. Unmengen von Häppchen – gereicht von den englischen Gastgebern - ,Akkordeonklänge, Schauspieler in viktorianischen Kleidern und Ansprachen sorgten für Ersatz, der besser nicht hätte sein können.
Am Sonntagabend und Montagvormittag war dann Freizeit: Shopping in Skegness, kleine Wanderungen am Strand oder Kneipenbesuche, usw.
Montagnachmittag wurde im Zentrum der Stadt mit Beteiligung des Bürgermeisters und vielen Partnerschaftsfreunden eine deutsche Eiche gepflanzt als Erinnerung an die ehemaligen Bad Gandersheimer Persönlichkeiten innerhalb der „Twinning“: Elizabeth Sälzer und Hermann Vogel. Begleitet von schönen Melodien - gespielt von der Silverband, die Bad Gandersheim im letzten Jahr noch besucht hatte - gelang eine würdige Gedenkveranstaltung. Im Anschluss daran besuchten alle eine Ausstellung Gandersheimer Künstler, die im Embassy Theatre initiiert vom Kunstkreis Brunshausen eröffnet wurde. Sie wird für weitere 4 Wochen dort zu sehen sein.
Am Abend dann ein Dinner!! Wieder einmal eingeladen von den englischen Gastgebern erwartete die Teilnehmer im 4. Stock eines zentralen Gebäudes mit herrlichem Ausblich auf die See ein mehrere Gänge-Menu vom Feinsten . Abgerundet wurde das Ganze von einer Tombola bei der die Herren Damentaschen, Antialkoholiker Wein oder Erwachsene Kinder­spielzeug und vieles mehr gewinnen konnten.
Eigentlich war der Aufenthalt zu kurz. Darüber tröstete dann auch bei der Rückfahrt nicht ein meh­rere Gänge-Menü in Bergues bei den Schti’s (Nordfrankreich) oder die interessante Fahrt mit der Fähre hinweg.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich Ähnliches wiederholen lässt. Weitere Informationen erteilt Herr Braun  05382/3511.



Telefonzelle aus Skegness als Kunstwerk in Bad Gandersheim
Kunstwerk TelefonzelleDer britische Fotograf und Künstler John Byford aus Skegness hat der Stadt Bad Gandersheim am 14.09.2015 eine englische Telefonzelle als Kunstwerk geschenkt. Sie hat ihren Platz auf der Stiftsfreiheit gefunden.Er hat die Stadt aber nicht nur mit der Telefonzelle überrascht.
  Am "Tag des Denkmals" zauberte er eine römische Münze aus Britannien hervor - und schenkte sie den Betreibern des römisch-germanischen Schlachtfeldes Harzhorn. Kunstwerk.Telefonzelle2










 

Ehrenbürgerschaft für Brian Chapmann.
ehrenbrger brian chapman2Brian Chapman, der Vorsitzende der Twinning Association in Skegness, wurde für seine Verdienste in der Stadt Skegness am 15. April 2011 die Ehrenbürger-Urkunde im Rathaus feierlich überreicht.





 



30 Jahre Skegness-Städtepartnerschaft
Eine Delegation der Sparte Städtepartnerschaften des KVV und Vertreter des Rates folgten einer Einladung aus Skegness und besuchten vom 02.-07.07.2009 die Stadt.
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Am 02.07.09 startete der Bus mit 36 Teilnehmern in Richtung Rotterdam. Eine Fähre setzte sie über nach Hull, welches um 08:00 Uhr des nächsten Tages erreicht wurde. Weiter ging es nach Lincoln zur Besichtigung der Kathedrale. Mr. Geoffrey Kirby führte mit dem bekannten englischen Humor durch das imposante Gebäude. Sehenswert auch die Bibliothek mit ihren alten Schriften. Anschließend ging es in das Lincoln Castle.
Danach fuhr die Gruppe nach Skegness ins Rathaus zur Begrüßung durch die Bürgermeisterin Pat Phillips. Nach diesen Formalitäten trafen sich alle zum Buffet im North Shore Golfhotel. Eine Bildershow erinnerte an die 30 Jahre erfolgreiche Städtepartnerschaft. Am 04.07.09 stand York mit seiner fast zweitausendjährigen Geschichte auf dem Besuchsprogramm. Beneidenswert die so gut wie unversehrte Altstadt mit ihrer Stadtmauer. Das Yorker Münster ist die größte Kathedrale nördlich der Alpen! Zurück ging es danach über Louth, wo in einem Fish & Ship- Restaurant die Fischesser auf ihre Kosten kamen.
Am Sonntag, den 05.07.09 dann die Veranstaltungen anlässlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft. Die Mitglieder der Skegness Twinning Association hatten keine Mühe gescheut, diesen Tag zu gestalten. Um 10:30 Uhr eröffneten die Bürgermeisterin Pat Phillips und unser Bürgermeister H.G. Ehmen die Gala im Stadtpark. An den Ständen gab es Gegrilltes, Getränke, selbstgebackenen Kuchen und allerlei Selbstgebasteltes. Gewinnspiele annimierten zum Mitspielen. Die Erlöse dienen der Finanzierung der Partnerschaft. Als Programm gab es eine Hundeshow, eine Squaredance Vorführung und ein zweistündiges Konzert der Skegness Silver Band.
Am Abend fand im Southview Park Hotel ein Festakt anläßlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft statt. Bürgermeisterin Pat Phillips eröffnete den Abend in der Lobby und Sarah Braun und Lisa Schäfer gaben auf dem Klavier und der Querflöte drei flotte Musikstücke zum Besten. Dann begrüßte der Stadtdirektor Toni Cumberworth die Anwesenden02.-07.07.09skegness_12.2.jpg, Reverend Malcolm France sprach das Tischgebet und das Festessen wurde eröffnet. Nach dem Nachtisch ergriff Bürgermeisterin Pat Phillips noch einmal das Wort und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die Partnerschaft nun schon 30 Jahre besteht und mit Leben erfüllt ist. Sie hofft, dass die Kontakte auf offizieller und privater Ebene weiter bestehen bleiben. Sie überreichte Bürgermeister Ehmen eine Kristallschale aus einer Glasbläserei in der Nähe von Skegness. Anschließend ergriff Bürgermeister H.G. Ehmen in englischer Sprache das Wort. Er bedankte sich für die Einladung und das Programm, das die englischen Gastgeber zusammengestellt hatten. Ebenso bedankte er sich auch bei Hermann Vogel, der den Besuch maßgeblich vorbereitet und damit viel Einsatz zur Förderung der Partnerschaft geleistet hatte. Herr Ehmen überbrachte die Grüße des Rates und der Verwaltung und verwies darauf, dass schon viele offizielle Begegnungen zu privaten Freundschaften geführt haben. Dann berichtete er von den derzeitigen kulturellen Aktivitäten in Bad Gandersheim, z.B. Domfestspiele, Roswitha- Literaturpreis, das kommende Lichterfest des KVV, die Konzerte in der Stiftskirche und das Portal zur Geschichte. Er ging aber auch auf die angespannte finanzielle Situation der Stadt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen ein. Als Gastgeschenk überreichte er eine Kohlezeichnung der Stiftskirche und des Bracken des Gandersheimer Künstlers Reinhard Hoheisel. Auch Brian Chapman, der Vorsitzende der Twinning Association, würdigte die Arbeit der letzten 30 Jahre und bedankte sich bei Hermann Vogel für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm zum Dank eine Kristallschale mit Gravierung. 02.-07.07.09skegness15.2.jpgIn seiner Anwort erinnerte Hermann Vogel an die vielen gemeinsamen Unternehmungen und Ausflüge und bedankte sich für die Gastfreundschaft. Er erinnerte auch an diejenigen, die sich in früheren Jahren in beiden Städten sehr für die Partnerschaft eingesetzt haben und nicht mehr leben. Als Ausblick forderte er, dass die Zusammenarbeit insbesondere zwischen den Schulen weiter verbessert werden muss. Zum Abschluss lud er die englischen Partner02.-07.07.09skegness16.2.jpg zum Gegenbesuch nach Bad Gandersheim ein. Im Namen der neu gegründeten Sparte Städtepartnerschaften überreichte er an die Stadt Skegness als bleibendes Zeichen der Verbundenheit ein Holzwappen, erschaffen von Wilhelm Pinne, aus Bad Gandersheimer Eichenholz. Im Auftrag der Reisegruppe schenkte er der Stadt eine Wanduhr mit Gandersheimer Motiven. Für Chairman Brian Chapman hatte er einen Kirschholzteller mit dem Bild der Stiftskirche mitgebracht. Für Alan Crawshaw, den ehemaligen Stadtdirektor, und seiner Frau Vivien übergab er ein Bild mit dem Motiv „Der Schrei" von Edvard Munch, das Felicja Tietz während vieler Stunden auf Leinen gestickt hatte. Auch die Reiseteilnehmer bekamen jeder ein Andenken an das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum geschenkt: Einen Briefbeschwerer aus Glas mit Gravierung. Zum Abschluss des Abends gab es ein „Raffle", eine Verlosung, die bei den Engländern sehr beliebt ist. Die Geschäftsleute von Skegness hatten die Preise gestiftet. Der Erlös kommt den Aktivitäten der Städtepartnerschaft zugute. Alle hatten viel Spaß dabei und so verabschiedete man sich allerseits sehr zufrieden mit mehr oder weniger wertvollen Gewinnen.
Am 06.07.09 dann der Tag der Abreise. Reverend Malcolm France hielt eine Spezial- Morgenandacht in der St. Matthews Church und Konrad Barke übersetzte ins Deutsche. Im Eingangsbereich der Kirche gab es Tee, Kaffee und Kuchen. Auf dem Weg zur Fähre in Hull wurde in Grimsby noch das Fischereimuseum besucht. Hier erhielt die Reisegruppe Einblick in das harte Leben der Fischer und konnte einen Fisch-Trawler besichtigen.
Am späten Nachmittag des 07.07.09 erreichte die Gruppe wohlbehalten und um viele Eindrücke reicher Bad Gandersheim.



Zum Altstadtfest 2008 Besuch aus den Partnerstädten

Einer gute Tradition folgend waren auch in diesem Jahr zum Altstadtfest Delegationen aus Skegness und Rotslaar gekommen. Die Rotslaarer wieder in gewohnter Weise mit ihrem Leffe-Bierwagen, der mit seinen "Mönchen" schon fester Bestandteil des Altstadtfestes geworden ist. Angeführt wurde die Gruppe von Bürgermeister und Senator Dirk Claes.
Die Delegation aus Skegness kam bereits am Donnerstag, den 04.09.2008 in Bad Gandersheim an und hatte wieder ein umfangreiches Besuchs- und Besichtigungsprogramm zu absolvieren. Neben dem Besuch unseres Altstadtfestes fand auch ein Besuch bei der Familie Tillmann im Schloss Hachenhausen statt. Weitere Programmpunkte waren u.a. eine Fahrt in die ehemals Freie Reichsstadt Goslar und ins Staatsbad Bad Pyrmont, bevor es am 09.09.2008 zurück nach Skegness ging.
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Bei Familie Tillmann in Hachenhausen


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Gruppenfoto im Kurpark von Bad Pyrmont



Reisebericht über die Fahrt nach Skegness vom 24. 09. - 30.09.2007
von Marianne Goslar (etwas gekürzte Fassung)

Am Montag, den 24. September 2007 um 7.50 Uhr brachen 37 erwartungsvolle England-Besucher mit unserem Schilling-Busfahrer Albert in Richtung Rotterdam auf. Die Busfahrt war angenehm, dank der üppigen Pausen und Alberts Filterkaffee.
Dank der exzellenten Vorbereitung und der guten Fahrweise von Albert waren wir nie zu spät, sondern immer etwas früher dort, wo wir hin wollten.
Unsere „Pride of Rotterdam" ist die zweitgrößte Fähre der Welt und es verschlug uns bei ihrem Anblick erst einmal die Sprache. Ganz in weiß-blau, 12 Decks. img_4199.foto_1_jpg.jpgNachdem wir, suchend durch die endlos erscheinenden Gänge, Treppen und Winkel, unsere Kabinen gefunden hatten, erkundeten wir erst einmal diesen Riesenpott.

Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung (die wir nicht zu verantworten hatten) legten wir dann bei stürmischem Wind, ab Richtung Hull / Mittelengland. Ich dachte, dass bei der Größe dieser Fähre der Wellengang kaum zu bemerken sei - mitnichten! Es war nicht der Wein, der uns schwankend in die Kabinen brachte, es war tatsächlich die Dünung. Zu viel, um sie nicht zu bemerken, zu wenig -- um richtig seekrank zu werden.
Am Dienstag, den 25.September morgens um 6 Uhr englischer Zeit, weckte uns durch den Kabinen-Lautsprecher freundliche Musik und eine angenehme Stimme in drei Sprachen. Es blieben ja nur zwei Stunden Zeit bis zur Ankunft, um ein paar hundert Passagiere mit Frühstück zu versorgen.
Die Einreise nach England ging schnell und ohne Probleme vonstatten. Der Bus stand fahrbereit am Kai und wir fuhren auf der linken Straßenseite Richtung Skegness. Albert hat diese Umstellung mit Bravour gemeistert.
Wir mussten gen Süden, über die „Humber-Bridge", eine Hängebrücke von 2,6 km Länge. Man wurde an die „Golden-Gate-Bridge" erinnert. Die mittelenglische Landschaft erinnert stark an unser Niedersachsen, viel Landwirtschaft, vor allem Anbau von Gemüse, Kohl aller Sorten und Blumen. Hügel, Kühe und Schafe auf endlosen Weiden, die anders als bei uns nicht durch Zäune, sondern durch die typischen englischen Hecken begrenzt werden.
Um halb 12 fuhren wir dann am „Sunningdale Hotel" vor, in dem die meisten unserer Gruppe untergebracht wurden. Die privaten Gastgeber nahmen ihre Schützlinge in Empfang. Wir trafen uns alle wieder am Nachmittag zum gemeinsamen Empfang in der „Town Hall", dem Rathaus von Skegness.

Nach Begrüßungsreden vom Bürgermeister von Skegness, Councillor Ken Milner, dem neuen Stadtdirektor Mr.Tony Cumberworth und unserem „Boss" Hermann Vogel (auch in englischer Sprache), wurden Gastgeschenke übergeben und zu einem kleinen Umtrunk mit Sandwiches gebeten.
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Am Abend nahmen wir unser Essen bei privaten Gastgebern ein, auch die Hotelgäste wurden privat eingeladen und es wurde so manche neue Bekanntschaft geknüpft und alte wieder aufgefrischt.

Am nächsten Morgen, Mittwoch, den 26. September fuhren wir mit dem englischen Bus und Busfahrer Derrick, der sich mit seiner Frau Margaret sehr in die Twinning Association einbringt, Richtung Boston, eine Nachbarstadt ca. 36 km entfernt. Busfahrer Albert hatte frei, da er nach den neuen EU-Verordnungen bestimmte Ruhezeiten einhalten muss. Man bat uns zu einem Begrüßungsempfang in den Ratssaal, wo der Bürgermeister einige Worte zu uns sprach, bevor ein dafür zuständiger Herr uns die Geschichte Bostons erklärte und uns einige kostbare Dinge wie silberne Zepter, Schalen, Teller und viele andere Sachen, die mit der Geschichte Bostons im Zusammenhang standen, zeigte. Viele von uns wussten gar nicht, dass die gleichnamige große Metropole in den USA von Einwanderern eben aus diesem englischen Boston kamen und sie sie jetzt ihre „Schwesternstadt" nennen.
Dank der Übersetzungskunst von Konrad Barke hatten auch die Besucher etwas davon, die nicht die englische Sprache perfekt beherrschen. Danach trafen wir uns vor der St. Botolph's Church, die größte Gemeinde-Kirche Englands, genannt „Boston Stump", wegen des „abgebrochenen" Turms. img_4233._foto_4_jpg.jpg

Diese im gotischen Stil erbaute Kirche hat wie viele in England keine Kirchturmspitze wie wir sie kennen. Besonders eindrucksvoll waren die vielen wunderschönen bunten Fenster, das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl und der Blick in das steinerne Netzgewölbe des Turms, der wie „ein hohler Zahn" gebaut ist. Er ist 84 m hoch und der höchste Kirchturm ohne Spitze in England.
Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Bus zurück in das nahe bei Skegness gelegene Dorf Chapel St. Leonard. Dort waren wir von der Twinning Association zum typisch englischen Abendessen - Roastbeef and Yorckshire Pudding, zum Nachtisch warmen Applepie - eingeladen. Nach dem sehr schmackhaftem Essen und lustigen interessanten Gesprächen machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Skegness.
Am nächsten Tag, Donnerstag der 27. September sollten wir ein ganz besonderes Highlight erleben. Die kleine Stadt Stamford (ca. 90 km entfernt) und das nahe gelegene wunderschöne mittelalterliche Schloss „Burghley House". Die Stadt wird geprägt durch wunderhübsche alte Steinhäuser, liebevoll zurechtgemachte kleine Läden und vor allem durch über 30 Kirchen. img_4275.foto_5_jpg.jpg

Wir hatten eine Fremdenführerin, und Konrad Barke nahm seinen Job als „Translator" wieder auf, so dass wir einiges über diese für uns so typische englische Stadt erfuhren.
Danach ging es per Bus in das in der Nachbarschaft gelegene riesengroße Anwesen „Burghley House", einem im 16. Jahrhundert von William Cecil, dem Schatzkanzlers Elizabeth I erbauten Palast. Burhley House ist einer der schönsten Adelspaläste Englands. In der schlosseigenen Orangerie nahmen wir das Mittagessen ein. Diesmal luden wir unsere mitgefahrenen Skegnesser Gastgeber ein.
Anschließend besichtigten wir das imposante, hochherrschaftliche Gebäude mit seiner Vielzahl an Räumen mit den kunstvollsten Möbeln und Gemälden, die alle ihre Geschichte hatten. Erklärt, und wieder mit Konrads Hilfe übersetzt, wurde uns alles durch professionelle Führung.
Uns Frauen hatte es besonders die riesige Küche angetan mit Unmengen von kupfernen Töpfen, Back- und Puddingformen, dem Schweinegrill zum Drehen am offenen Feuer und vielen anderen tollen Sachen. Eindrucksvoll auch das Ölgemälde eines geschlachteten Ochsen des Antwerpener Malers Snyders.
Man konnte sich so richtig vorstellen wie eine Heerschar von Bediensteten damals dort tätig war, um ihre hohe Herrschaft und deren Gäste mit den köstlichsten Speisen zu verwöhnen.
Eindrucksvoll war auch ein Weinkühler, ein aus massiven Silber kunstvoll geschmiedete Wanne, 100 kg schwer mit Platz für über 40 Weinflaschen.
Nach diesen eindrucksvollen Stunden machten wir uns mit Alberts Bus auf den Heimweg. Wir hatten eine Einladung im Rugby-Club zum „fish and chips" Essen und zum „Bingo" beim gemütlichen Beisammensein. Mit großem Eifer kreuzten wir unsere Zahlen an, um die Preise von 22 und 11 engl. Pfund zu bekommen. Der Reinerlös kam der Partnerschafts-Organisation zu Gute. Es war sehr lustig, der Fisch mit Kartoffelchips gewöhnungsbedürftig, aber wie alles im Leben ist das reine Geschmacksache.
Am nächsten Tag, Freitag, der 28. September war „shopping" angesagt, dazu ging es in die ca. 80 km entfernte Stadt Grantham zum Einkaufscenter „downtown". Nach den mehr oder minder nötigen Einkäufen und einer Mittagspause ging es mit dem Bus weiter zum „Belton House", einem wunderschönen Landsitz mit wahnsinnig großen Gartenanlagen in der Nähe von Grantham.img_4325.foto_7_jpg.jpg
Das in der Zeit von 1685 bis 1688 vom jungen Sir John Brownlow erbaute Anwesen wurde im Laufe der Zeit immer wieder von den jeweiligen Bewohnern modernisiert, so dass wir einen Einblick in die Lebensumstände mehrerer Jahrhunderte hatten. Von der alten Kücheneinrichtung über prachtvolle Schlafräume, gemütliche Wohnzimmer mit dicken wertvollen Teppichen, wertvollem Porzellan, kunstvollen Intarsien-Möbel bis hin zum relativ modernen Badezimmer haben wir uns alles angesehen. Leider regnete es auch an diesem Nachmittag wieder, so dass wir nur kurz die schönen Gärten besichtigt haben.
Am späten Nachmittag ging es mit dem Bus dann wieder nach Skegness. Wir machten uns etwas schick, da wir am Abend von unseren Gastgebern zu einem Dinner Buffet in das noble „NORTH SHORE Golfhotel" eingeladen waren. An großen runden Tischen haben wir zusammen mit unseren englischen Freunden ein paar schöne Stunden verbracht. Es wurde ein „raffle", so eine Art Tombola veranstaltet, deren Erlös wiederum der Partnerschaftsorganisation zu Gute kam. Jeder der Gastgeber brachte etwas mit, vom Nagellack über Spirituosen, einen Rücksack, Naschwerk, einer Puppe, Fotoalben und viele Dinge mehr.
Sonnabend, der 29. September, unserem letzten Tag, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die nahe gelegene St. Matthew's Church, wo Reverend Malcolm France extra für uns, den Besuchern aus Bad Gandersheim und den Mitgliedern der Twinning Association Skegness, einen kleinen Gottesdienst vorbereitet hatte. Nach Gebeten, Liedern und seinem Segen nahmen wir in der Sakristei noch einen Tee mit Gebäck zu uns und hatten dann den Rest des Vormittags zur freien Verfügung.
Gegen 13 Uhr trafen wir uns zum Abschiedstreffen bei Brian und Julie Chapman, die in ihrem kleinen Haus für ca. 50 Leute ein Buffet aufgebaut hatten, das keine Wünsche offen ließ.
Allen die dabei geholfen haben, einen ganz besonderen Dank für diese logistische Meisterleistung. Hermann Vogel hatte als kleines Dankeschön eine hübsche Vogelfutterstation für ihren Garten besorgt, die er mit netten Worten unter dem Beifall aller überreichte.
Die letzten Stunden gingen viel zu schnell vorbei und wir mussten uns verabschieden. Nicht ohne ein gemeinsames „Muss i denn zum Städtele hinaus" zu singen.
Busfahrt nach Hull, Einchecken an Bord, Übernachten und Frühstück auf der Fähre, Busfahrt in Richtung Bad Gandersheim.

Wir waren alle erfreut und dankbar, unversehrt und beladen mit neuen Eindrücken wieder zu Hause zu sein. Wenn auch das Wetter sehr zu wünschen übrig ließ, waren die Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehungen wichtiger als alles andere. Viele Bad Gandersheimer unter sich, lernten sich besser kennen und die Gastfreundschaft der Engländer war sowieso einmalig und wir werden uns Mühe geben im nächsten Jahr den Gegenbesuch auch wieder abwechslungsreich und mit viel Engagement zu gestalten.
Wer das erste Mal mitgefahren war, wird es mit Sicherheit wieder tun.

Good Bye Skegness und Auf Wiedersehen in Bad Gandersheim
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Besuch aus unserer englischen Partnerstadt Skegness
zu den Gandersheimer Domfestspielen.

Vom 27. Juni bis zum 03.Juli 2007 kamen auf Einladung der Stadt Bad Gandersheim der Bürgermeister der englischen Partnerstadt Ken Milner (Foto) und seine Ehefrau Deborah, sowie der Stadtdirektor Alan Crawshaw (Foto) und seine Ehefrau Vivien in unsere Kur- und Festspielstadt.

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Ken Milner                                                                Alan Crawshaw

Neben dem Besuch des Portals zur Geschichte in der Stiftskirche und in Brunshausen mit den kostbaren Ausstellungen des 1000-jährigen Kirchenschatzes standen weitere Sehenswürdigkeiten unserer schönen Stadt auf dem Programm. Natürlich war der Besuch und die Premiere der 49. Gandersheimer Domfestspiele am 28. Juni 2007 ein Hauptanlass der weiten Reise unserer Gäste.
Für den Bürgermeister aus Skegness, Ken Milner, und seiner Gattin war es der erste Besuch in Bad Gandersheim. Alan Crawshaw und Gattin Vivien sind seit vielen Jahren Stammgäste in Bad Gandersheim, ob zum Besuch des Altstadtfestes, zu den Domfestspielen oder zu Besuch bei Freunden.
Für Alan Crawshaw ist der jetzige Besuch der letzte in seiner offiziellen Mission als Stadtdirektor unserer Partnerstadt Skegness. Ende Juni beginnt sein wohlverdienter Ruhestand. An dieser Stelle sei Dank gesagt für die jahrelange hervorragende offizielle Zusammenarbeit mit Mr. Crawshaw, die unsere fast 30jährige Städtepartnerschaft mit Skegness so auszeichnet. Ganz gewiss ist dieses nicht der letzte Aufenthalt des Ehepaares Crawshaw in Bad Gandersheim. Eine weitere Mitwirkung bei der Städtepartnerschaft wäre sehr wünschenswert.
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(v.l.) stellvert. Bürgermeisterin Elizabeth Sälzer, Bürgermeister Ken Milner, Bürgermeister Gerhard Ehmen, Deborah Milner, Vivien Crawshaw, Stadtdirektor Alan Crawshaw, KVV-Vorsitzender Hermann Vogel




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Tony Cumberworth
seit 2007 neuer Stadtdirektor


 

Roswitha-Fernwanderweg
Der Fernwanderweg „Roswithaweg“ beginnt in Nienburg/Weser und endet in Bad Gandersheim.
Die Mittelweser Touristik GmbH hat nun den Vorschlag unterbreitet, dass die Anfangs- und Endpunkte dieses schönen Wanderweges wieder eine Beschriftung erhalten sollten. Nienburg/Weser hat sich bereits dazu entschieden, das Schild für den Anfang des Weges auszuhängen. Bei uns in Bad Gandersheim soll das Schild für das Ende dieses Weges auf dem Domänenhof angebracht werden. Der KVV beteiligt sich an dieser Ausschilderungsaktion.

Länge des Fernwanderweges: 184 km
Namensgeberin des Weges ist Roswitha von Gandersheim, Kanonissin des Stiftes Gandersheim, die von ca. 935 – 973 n. Chr. gelebt hat. Aus dem Stift Gandersheim ist die heutige Stadt Bad Gandersheim hervorgegangen. Die Kanonissin gilt als erste deutsche Dichterin und als erste, die seit der Antike Dramen schrieb. Aufgrund ihrer Verehrung von Kaiser
Otto I., verfasste sie ein in lateinischen Hexametern verfasstes Werk über seine Familiengeschichte und politisches Wirken.
Im Jahr 1973 hat der Hannoversche Wander- und Gebirgsvereines aus Anlass des 1000. Todesjahres von Roswitha von Gandersheim den Roswithaweg entwickelt. Der Weg verläuft von Nienburg in der Mittelweser-Region über das Wesergebirge, den Ith und den Hils nach Bad Gandersheim am Harzrand. Er reicht vom Flachland bis in eine Höhe von 1200 Metern und ist durchgehend vom Hannoverschen Wander- und Gebirgsverein markiert.



Wandern rund um Bad Gandersheim
Patenschaften  für die Kennzeichnung und die Unterhaltung der Wanderwege!
Viel Arbeit hat der Kur- und Verkehrverein (KVV) mit den Wanderwegen und der Grillhütte am Schnittpunkt des "Unteren Teppichweges" mit dem "Oberen Teppichweg" übernommen. Die Hütte wurde teilweise mit Fenstern bestückt und erhielt eine neue Fassade. Sie steht nun für private Grillveranstaltungen und als Ruhepunkt für Wanderer zur Verfügung. Der KVV hat die Pflege der Hütte übernommen. Mit der Forstverwaltung als Eigentümer des Geländes ist ein Nutzungsvertag bis 2018 geschlossen worden.  Der KVV dankt in diesem Zusammenhang allen Helfern für ihren Einsatz bei diesen aufwändigen Arbeit.

Parallel zur Hüttenherstellung erfolgte die Begehbarmachung der sieben Wanderwege rund um Bad Gandersheim. Neben dem Freischneiden mussten sie auch neu gekennzeichnet werden und eine ausführliche Beschreibungen mit Kilometerangaben, Einkehrmöglichkeiten sowie Bebilderungen der Sehenswürdigkeiten erhalten. Auch Verweilbänke mussten beschafft werden. Ein ordentliches Stück Arbeit.
Am 25. März 2009 traf sich die Unterabteilung des KVV, "Förderkreis Wanderwege", bestehend aus 15 Herren und 2 Damen, zu einem weiteren Planungsgespräch. Was im Jahr zuvor schon begonnen worden war, sollte ein ordentliches Stück vorwärts gebracht werden. Das Ehepaar Schrader aus Wolperode stellte die zukünftige Kennzeichnung der Wanderwege vor. Die bereits fertigen Kennzeichnungsschilder für den Wanderweg 7 konnten durch den KVV finanziert werden. Aber der „Förderkreis Wanderwege" benötigte für die anderen Wanderwege weiteren Schilder.  Die Finanzierung gelang über Patenschaften für ca. 60 Schilder, pro Schild 15 Euro. 

Für die Unterstützung aus der Bevölkerung bedankt sich an dieser Stelle der KVV mit seiner Unterabteilung "Förderkreis Wanderwege".


Wanderweg-Paten

Es genügt nicht, die Wanderwege nur einmal für Wanderungen herzurichten. Sie müssen über das ganze Jahr hindurch begehbar gehalten werden. Dabei sollten Wandewege-Paten behilflich sein. Es gelang, für jeden Weg einen oder mehr Paten zu finden. Die Paten gehen 2-3 mal im Jahr ihren Wanderweg ab und überprüfen den Zustand und die Kennzeichnung und veranlassen erforderliche Nacharbeiten.

Zentraler Ansprechpartner für die Wanderwege: In Vertretung für Herrn Dr. Rolf Holbe, Tel: 05382 958158, Herr Dr. Klaus Berling, Tel. 05382 4849..
Paten sind für den
Wanderweg Nr. 1: Klaus Döries
Wanderweg Nr. 2: Ingrid Krüger und Elke Pilz
Wanderweg Nr. 3: Rolf Tappe
Wanderweg Nr. 4: Rudi Franke und Kai Dröge
Wanderweg Nr. 5: Wolfgang Jungesblut
Wanderweg Nr. 6: Brigitte Reichard und Rudi Westphal
Wanderweg Nr. 7: Telle und Heinz Schrader

zum Kopfstein: Alfred Müller
zur Kopfbuche: Melanie Hornemann
zum Harzhorn: Dieter Fürle
H.-Vogel-Platz: Klaus Freitag
Wilhelm-Busch-Wanderweg n. Mechtshausen: Ehepaar Habenicht

Hinweis: Die Benutzung der Wanderwege erfolgt auf eigene Gefahr, Rüstigkeit und geeignete Kleidung sind erforderlich. Auf den Wegen werden nur gelegentlich die überhängenden Zweige und der Bodenbewuchs zurückgeschnitten. Sie werden ansonsten naturbelassen und im Winter nicht schneegeräumt. 

Die Wanderwege sind in der Rad- und Wanderkarte von Bad Gandersheim dargestellt, die in der Tourist-Info, Stiftsfreiheit, käuflich erworben werden kann.

Zu den Karten mit der Wanderwegen:

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2018/2019

Neue Bänke am Hermann-Vogel-Platz

Wie nahezu alles im Leben ist nichts von Dauer. Und so waren auch die von Klaus Freitag und seinen Handwerkern vor Jahren angefertigten Bänke am Hermann-Vogel-Platz in die Jahre gekommen. Deshalb bestellte der Kur-und Verkehrsverein beim HPB Sägewerk in Lamspringe 4 neue Bänke und ließ weitere 4 reparieren. Die Bänke wurden dann von Klaus Freitag und Rolf Tappe mit einem wetterbeständigen Lack imprägniert. Nun kann der Platz wieder gut für Grillfeste genutzt werden.
neue Bänke 2019
Anmeldungen zur Nutzung des Platzes werden bei Klaus Freitag unter Tel.Nr. 05382/ 2733 erbeten.








 



2009/2010

Die KVV-Grillhütte ist ein Kleinod im hiesigen Raum
Sie steht auf dem Hermann-Vogel-Platz, welcher am Waldrand des Clusberges liegt,
im Schnittpunkt des ersten und zweiten Teppichweges.

grillplatz2

Sie bietet sich an für

. . . zünftige Grillfeste




Der Platz ist ausgestattet mit einem gemauerten Grill, rustikalen Bänken und Tischen für ca. 60 Personen und einer Schutzhütte.

Er eignet sich für Familienausflüge, Kindergeburtstage,
Vereinsfeiern, Betriebsausflüge und Sonstiges.

Herrlicher Ausblick auf die Stadt, gute befestigte Wanderwege, angrenzender Wildpark.

Kontaktaufnahme beim Hüttenwart:
Klaus Freitag, Hoher Weg 6, 37581 Bad Gandersheim
Telefon: 05382-2733

 

Die Aufgaben, Zweck und das Wirken des Kur- und Verkehrsvereins
Ausschnitte aus einem Bericht des ehem. Schriftführers und Pressewartes Gerhard Zielinski (verstorben 04. März 2004):

"In einem kurzen Rückblick auf das Jahrzehnt ab 1990 muß auf die Bedeutung des Vorhandenseins eines Kur- und Verkehrsvereins in der Stadt Bad Gandersheim hingewiesen werden. Sein Engagement für den Kurbetrieb und das kulturelle Geschehen in der Roswithastadt ist trotz mancher zwischenzeitlich aufgetretener Schwierigkeiten von großem Nutzen.
Die Aktivitäten des Kur- und Verkehrsvereins (KVV) führten bereits Anfang der neunziger Jahre zu sichtbaren Ergebnissen, wobei sich besonders positiv die gute Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung und anderen Institutionen auswirkte. Als wertvoll für beide Seiten er wies sich ein vom KVV durchgeführter Blumenschmuckwettbewerb, dessen Ziel es war, dem äußeren Erscheinungsbild der Kurstadt ein besseres Aussehen zu verleihen. Eine dreiköpfige Jury nahm Vorgärten und Balkone in der Kernstadt und einigen Ortsteilen in Augenschein. Die ermittelten Sieger wurden in einer großen öffentlichen Abschlussveranstaltung mit Plaketten ausgezeichnet, die heute noch hier und da an Hauswänden zu sehen sind. In diesen Bereich gehören auch jene Anregungen, die vom KVV an die Städtische Gärtnerei gegeben wurden und zu mancher Verbesserung der gärtnerischen Gestaltung in den Kuranlagen führten.
Bewährt hatte sich auch der vom KVV eingeführte "Kurgaststammtisch", den zwei bis drei Vorstandsmitglieder monatlich im Kurhaus abhielten. Er wurde teilweise von fast 20 Kurgästen besucht. Sie erfuhren viel über die Kurstadt, ihre historische Vergangenheit und wurden über ihre Eindrücke von ihrem Kuraufenthalt befragt. Dabei stellte sich heraus, dass es kaum Beschwerden, sondern viel Lob gab. Viele Kurgäste verglichen dabei den hiesigen Aufenthalt mit jenen, die sie bereits in anderen Kurorten erlebt hatten. Anregungen, die die Teilnehmer gaben, wurden an die Kurverwaltung weitergegeben.
Großer Beliebtheit bei den KVV- Mitgliedern erfreuten sich die unter Leitung von Vorstandsmitglied Hans-Joachim Ebeling durchgeführten "Bäderfahrten". Sie dienten dem Kennenlernen anderer Heilbäder und beinhalteten einen regen Gedankenaustausch mit den dort für den Kurbetrieb tätigen Institutionen. Auch die dortigen Kureinrichtungen wurden in Augenschein genommen. So wurden viele Erkenntnisse gewonnen, die für den heimischen Kurbetrieb und die weitere Arbeit des KVV genutzt wurden. Zu den aufgesuchten Heilbädern gehörten Bad Eilsen, Bad Zwischenahn, Bad Sooden-Allendorf, Bad Salzschlirf mit dem Burgenort Schlitz, Bad Kösen, Bad Driburg und Bad Lippspringe.
Besondere Bedeutung kam dem in Verbindung mit der Stadt vom KVV wieder ins Leben gerufene "Theaterring" zu. Er führte im Winterhalbjahr monatliche Aufführungen mit dem Hildesheimer Stadttheater und Gastspielen anderer Bühnen durch, wobei sich das Neujahrskonzert besonderer Beliebtheit erfreute. Viele bekannte Schauspieler traten dabei im Kurhaus auf. Auch Mitglieder der Mainzer Hofsänger gaben ein Gastspiel. Leider wurde der "Theaterring" aus finanziellen Gründen 1999 aufgegeben.
Im Jahr 1997 führte der KVV von Juni bis Dezember eine Gästebefragung durch. Aus den zahlreich zurückgegebenen Fragebögen ging hervor, dass die Gäste ihren Aufenthalt in der Kurstadt überwiegend positiv beurteilten. Gegebene Anregungen und Hinweise auf noch vorhandene Missstände wurden der Kurverwaltung zur weiteren Bearbeitung zugeleitet.
Nun zu dem aus Protokollen und anderen Unterlagen ersichtlichen Zahlenmaterial über die Entwicklungszahlen für die KVV Mitglieder: Am 1. Januar 1995 waren es 245, und bis Ende 1998 ging diese Zahl aufgrund der Auflösung des Theatervereins, etlicher Todesfälle und Fortzüge auf 197 zurück. Der niedrigste Mitgliederstand wurde Ende 2000 mit 157 erreicht. Es galt daher, mit einer sofortigen Aktivierung der gesamten KVV-Arbeit zu beginnen. Dass dieses Dank einer Neubesetzung verschiedener Vorstandsposten gelungen ist, darf als äußerst erfreulich gewertet werden. Anlässlich der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2002 konnte der zum 1. Vorsitzenden gewählte Hermann Vogel stolz verkünden, dass man in Kürze das 250. Mitglied werde begrüßen können."


Laut Satzung gibt sich der Verein folgende Zielsetzung vor:

Der Zweck des Vereins ist:

a) Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke: durch ideelle und finanzielle Unterstützung gemeinnütziger Vereine.

b) Die Förderung von Kunst und Kultur: durch Unterstützung von kulturellen Veranstaltungen wie die Verleihung des Roswitha Kunstpreises.

c) Die Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege: durch Restaurierung von Gedenksteinen und Gedenkstätten.

d) Die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege: der Satzungszweck wird erreicht durch Pflege der Wanderwege im Sinne des Naturschutzes.

e) Die Stärkung des europäischen Bewusstseins und des Völkerverständigungsgedankens unter anderem durch Förderung der Städtepartnerschaften.

f) Die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde: z.B. durch finanzielle und ideelle Unterstützung des Stadtmuseums.

g) Die Förderung der Jugend- und Altenhilfe: z.B. durch Einrichtung von Notrufbänken.

h) Die Förderung der Erziehung und allgemeiner Bildung: z.B. durch Einrichtung von Informationstafeln über die heimische Flora und Fauna

i) Die Hilfe für Flüchtlinge und neue Mitbürger in Bad Gandersheim: durch gemeinsame Aktionen mit ehrenamtlichen Bürgern der Stadt.

j) Die Förderung des Sports: der Satzungszweck wird verwirklicht durch Planung und Durchführung von Wanderungen, Anlage, Unterhaltung und Markierung von Wanderwegen, Bau und Unterhaltung von Schutzhütten und Rastplätzen.

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Weiter Entwicklung: Die Stadt Bad Gandersheim unterhält seit vielen Jahren enge Verbindungen zu ihren Partnerstädten Rotselaar in Belgien und zu Skegness in England. Mit beiden fanden etliche Austausche von Besuchergruppen statt, so zu den Gandersheimer Domfestspielen, zu Sport und Musikveranstaltungen. Auch auf diesem Gebiet engagiert sich der KVV mit Zustimmung der Stadt in verstärktem Maße. Seit die Stadt durch den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen im Jahr 2005 finanziell fast alle freiwilligen Leistungen einfrieren musste, ist es nur noch der KVV, der die Städtepartnerschaft noch belebt. Das Engagement des KVV unter Hermann Vogel ging sogar soweit, dass die Gemeinde Rotselaar/Belgien ihm die Ehrenbürgerwürde verlieh. 
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass alle Vorhaben und die Veranstaltungen des KVV seit Jahrzehnten in der örtlichen Presse, dem GANDERSHEIMER KREISBLATT (GK), angekündigt und ausführlich geschildert wurden. Dabei kam dem KVV zugute, dass sein langjähriger Protokollführer Redakteur beim GK war. Deshalb und aufgrund seiner 50-jährigen KVV- Mitgliedschaft wurde Gerhard Zielinski am 23. November 2002 zum Ehrenmitglied des KVV ernannt. Dank des starken Einsatzes von Hermann Vogel wurde der gute Kontakt zum GK in einem begrüßenswerten Umfang aufrecht erhalten, was besonders der Mitgliederwerbung dienlich war.
Werbung gab es auch am 11. März 2003, als es in einer Musiksendung des Norddeutschen Rundfunks (NDR 1 Niedersachsen) ein Gespräch mit Vorstandmitgliedern über die Kurstadt Bad Gandersheim gab.

Im Jahr 2003 gab es folgende Veranstaltungen:

Auf Einladung des KVV kam es im Kurhaus zu einem Konzert mit dem bekannten Shanty-Chor aus Einbeck. Im Spätsommer dann für  KVV Mitglieder eine Busfahrt nach Braunschweig, wo auf dem Burgplatz im Rahmen einer Kulturveranstaltung eine Aufführung der Oper "Carmen" besucht wurde. Aufgenommen wurden die Bäder-Fahrten mit Hans-Joachim Ebeling, wobei im Spätsommer Bad Pyrmont das Ziel war. Mit den Partnerstädten wurden weiter enge Kontakte gepflegt. Am 27. September feierte ein früheres Großereignis Auferstehung, das "Lichterfest". An den Osterbergseen fand im Rahmen eines internationalen Musikfestivals, mit Open Air Konzert, ein Lichterspektakel mit Feuerwerk stattfinden. Die gemeinsame Ausrichtung dieses Festes geschah durch Concerto Gandersheim, die Kurverwaltung, die Feuerwehr, die örtliche Gastronomie, den KVV und das Patenbataillon der Luftwaffe in Goslar. Die Verbindung zu Letzteren wurde vom KVV bis zu deren Auflösung im Jahre 2010 ebenfalls sehr gepflegt. Im Jahre 2012 fand am zweiten Osterbergsee das 8. und bisher letzte "Lichterfest" statt. Es wurde aus Kostengründen und der Schwierigkeiten, die bei ehrenamtlicher Durchführung einer solchen Veranstaltung auftreten, in den Folgejahren nicht erneut in Angriff genommen.

Die Unterrichtung über die Entwicklung des sich immer noch in einer gewissen Krise befindlichen Fremden- und Kurbetriebes in der Stadt sollte auch künftig in den Mitgliederversammlungen durch den Bürgermeister oder einen anderen Bediensteten der Stadt erfolgen.

Ein neues Betätigungsfeld war für jedes einzelne KVV-Vorstandsmitglied durch die Übernahme eines speziellen Aufgabengebietes unter dem Motto „Was war - was ist - was wird und kann sein?" gegeben.

Abschließend bleibt als erfreulich noch zu erwähnen, dass es Dank des 1. Vorsitzenden, Hermann Vogel, gelungen war, mit der Stadt ein Übereinkommen zu erzielen, wonach der KVV-Mitgliedsausweis, mit der Gültigkeit für zwei Personen, der Kurkarte gleichgestellt wurde und somit bei allen von der Kurverwaltung angesetzten Veranstaltungen die ermäßigten Eintrittspreise gelten. Leider trat die Stadt im Rahmen des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen von dieser Vereinbarung wieder zurück.

Im Jahr 2005 war es Hermann Vogel, der sich gegen die Schließung des Stadtmuseums durch den Rat der Stadt wandte und alle Register, die ihm als Vorsitzenden des KVV zur Verfügung standen, zog. Er erreichte, dass das Museum durch Ehrenamtliche weiter geöffnet bleiben konnte. Mit der Satzungsänderung 2006 erhielt der Verein die Gemeinnüzigkeit.  

Im Jahr 2010 musste Hermann Vogel aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz abgeben. Er übergab den Staffelstab an Peik Gottschalk, wirkte aber bis zu seinem frühen Tod am 1. Dezember 2013 weiter im Vorstand als Kassenführer und Leiter der Städtepartnerschafts-Sparte aktiv mit. Er war die "Graue Eminenz" im Hintergrund. Unter der Regie von Hermann Vogel war es aufwärts gegangen mit dem Kur- und Verkehrsverein und seiner Bedeutung für den Kurbetrieb und für den kulturellen Bereich in der Stadt der ersten deutschen Dichterin "Roswitha von Gandersheim"! Nicht unerwähnt soll das Wirken des KVV in dieser Zeit bei der Neuausschilderung der Wanderwege, der Beschaffung von Ruhebänken und der Herrichtung des Grillplatzes am Oberen Teppichweg sein, der auch seinen Namen trägt.
Auf Peik Gottschalk folgte nach Beschluss auf  der Jahreshauptversammlung am 31.10.2015 Dr. Klaus-Dieter Berling als Vorsitzender. Dr. Berling führte seit der 80-er Jahre eine Zahnarztpraxis in Bad Gandersheim, die er aber mittlerweise an einen Nachfolger übergeben hat. Die Satzung wurde den geltenden Vorschrifen für die Gemeinnütigkeit angepasst.

 

Zusätzliche Informationen

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