Bericht zu der nachstehend angekündigten Wanderung:
Meine Güte, was war alleine die Einführung in die Geschichte der Stauffenburg bei Gittelde aufregend!
Im Zeitalter der Krimis und Historiewälzer hörte die KVV-Wandergruppe von Dr. Hermann Wobst was sich dort alles abgespielt haben muss. Alleine das 16.Jahrhundert, die urkundliche Erwähnung beginnt im Jahr 1131, war durch Zeiten des Raubrittertums geprägt. Hier führte die Heer- und Handelsstrasse als Eingangstor nach Thüringen vorbei. In abwechselnder Folge wirkten in diesem Jahrhundert auf der Stauffenburg zwei mildtätige Witwen des Herzogtums Braunschweig und geschahen zwei dramatische Liebestragödien mit tödlichen Ausgang oder Gefängnis und Verbannung. Wer schreibt demnächst den „Stauffenburg Krimi“ mit der nicht unspektakulären Anbindung an die Gandersheimer Geschichte? Die Gruppe erfuhr auf ihrer weiteren Wanderung durch den frühlingserwachenden Wald sehr viel Interessantes von der Waldwirtschaft und dem ökologischen Konzept, das diesem Waldgebiet zu Grunde gelegt und uns von Dr. Hermann Wobst nicht nur erklärt sondern vor Augen geführt wurde. Am Gedenkstein Dr. Willi Wobst, aufgestellt 1997 zu seinem 100jährigen Geburtstag, konnten wir einen der wenigen damaligen Vorkämpfer dieser neuen Form der Forstwirtschaft begegnen. Reich angefüllt mit Wald- und Naturerlebnissen genossen wir den gemütlichen Ausklang im Gasthof zur Traube, Herrnhausen sehr.
Staufenburg2Geschichte Staufenburg

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Die KVV-Wandergruppe Bad Gandersheim wandert dieses Mal durch Wald und Feld zur Staufenburg

Am Mittwoch, den 18.April 2018 ist der Wandertreffpunkt wieder um 10:00 Uhr an der Wanderkarte, Vitalpark. In Fahrgemeinschaften geht es zum Waldparkplatz bei Fürstenhagen.
Wir konnten Dr. Hermann Wobst gewinnen, uns als Fachmann durch Wald und Flur zu führen. Unsere gesamte Wanderung beträgt 10km. Zuerst geht es auf befestigten Waldwegen 3,5km mit kurzen Einstiegen in den Wald. Dort bekommen wir jeweils Infos über den Waldboden, die aktuellen Sturmschäden und den seit 75Jahren betriebenen Umbau der gleichaltrigen Reinbestände aus Buchen oder Fichten in ungleichaltrigen Mischwald. Dadurch werden bei uns die Naturbeobachtungen und Kenntnisse sensibilisiert und bei manchen späteren Waldspaziergängen viel schneller zur Verfügung stehen. Ein kurzer Halt am Gedenkstein für Dr. Willy Wobst ist ein Muß und es wird eine Pause am Pavillon eingelegt. Danach wird über einen Feldrandweg und einen Burgwiesenweg mit weiteren Beispielen naturgemäßer Waldwirtschaft zur Burgruine Stauffenburg gewandert. Hier hören wir über die Burggeschichte und ihrer besonderen Verbindung zu Bad Gandersheim. Das letzte Drittel der Wegstrecke führt uns durch Wälder, die sich durch eine Baumartenvielfalt auszeichnen über die Plantanenstraße, den Greifenbergsweg und Vorwerksweg zurück zum Parkplatz. In 10 Autominuten sind wir in Herrhausen im Gasthof zur Traube, um einen zünftigen Abschluß und Stärkung zu erleben. Festes Schuhwerk, die Waldwege sind oftmals durch die so notwendig gewordenen Waldschäden-Behebung recht aufgeweicht, Wanderstöcke und wetterfeste Kleidung sind selbstverständlich. Wir werden ungefähr um 15 – 15:30 Uhr wieder am Vitalpark sein.
Jeder Wander- und Waldfreund herzlich zu diesem Erlebnis eingeladen.


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