Mus-Faht 2019

Museumsfahrt am 15.08.19
Sommerlicher Ausflug zu historischen Zielen  

In jedem Jahr veranstalten die Museumsfreunde Bad Gandersheim einen Tagesausflug in die Umgebung Bad Gandersheims. In diesem Jahr hat wieder einmal Museumsfreund Harm Smidt die Ziele ausgesucht und die Organisation übernommen. Der Termin wurde auf Donnerstag den 15. August 2019 festgelegt. Ein regionales Busunternehmen konnte für die Fahrt bereits engagiert werden. Wie immer werden verschiedene interessante Ziele angesteuert.
Treffpunkt: Die Teilnehmer treffen sich pünktlich an der Holzmindener Straße, gegenüber dem Lidl-Markt, um 8:30 Uhr.
Dann geht es nach Stroit zu der dortigen historischen Windmühle, einem Galerieholländer von 1850. Hier erwartet uns der Vorsitzende des dortigen Mühlenvereins Dirk Ebrecht und wird den Teilnehmern eine intensive Führung durch das restaurierte Industriedenkmal zukommen lassen. Nach diesem sicherlich interessanten Beginn der Tagesfahrt geht es weiter Richtung Harz. Dort sucht die Gruppe dann das historische Bergwerk Knesebeck-Schacht in Bad Grund auf. Etwa gegen 10.30 Uhr ist die Ankunft dort vorgesehen. Unter sachkundiger Führung ehemaliger Bergleute wird dieses zum UNESCO Welterbe gehörende Bergwerk mit seinen einmaligen technischen Übertageanlagen befahren. Anschließend ist dort im früheren Kauenraum ein typisches bergmännisches Essen, ein sogenanntes Tzscherper-Mahl, vorgesehen. Bei dem Tzscherper handelt es sich um ein messerartiges bergmännisches Werkzeug, mit dem auch gegessen werden kann. Beim Essen wird es weitere Edäuterungen zu den ehemaligen hier gewonnen Bodenschätzen, den historischen Maschinen und der Arbeit der Kumpel geben. So gestärkt kann es dann am frühen Nachmittag weiter gehen Richtung Clausthal-Zellerfeld. Hier erwartet uns gegen 15 Uhr am Wilhelmschacht ein weiterer Höhepunkt. Der 1000 m tiefe Schacht ist Mittelpunkt des Museums Welterbe „Oberharzer Wasserwirtschaft". Die Gruppe wird bei einer Führung filmisch und mit Museumsexponaten in die historischen Zusammenhänge von Bergbau und Wasserwirtschaft dieses mittelalterlichen Industriegebietes eingeführt.
Danach erfahren wir bei einer Kirchenführung in Zellerfeld in der Marktkirche St.Salvatoris ein wenig über die bergmännische Frömmigkeit aber auch die moderne Malerei anhand eines Gemäldes des bekannten Künstlers Tüpke, der auch das in Bad Frankenhausen stehende große Rundgemälde geschaffen hat, eingegangen wird. In Zellerfeld an der Kirche beginnt im Sommer an jedem Donnerstag nachmittags auch der Zellerfelder Bauernmarkt mit vielen Attraktionen und der Möglichkeit einen Happen zu essen und etwas zu trinken sowie an den die zahlreichen Verkaufsständen vorbei zu schlendern. Nach dem Bummel über den ca. 400 m langen Markt kann die Gruppe noch einen Blick in den am Ende der Straße befindlichen Kunsthandwerkermarkt mit der historischen Glasbläserei werfen, ehe gegen 18 Uhr der Bus von dort die Heimreise nach Bad Gandersheim antritt. In der Heimatstadt können die Teilnehmer dann noch bei entsprechendem Wetter in einer Gaststätte den Tag gemeinsam ausklingen lassen.
Die Kosten der Tagesfahrt betragen 45 Euro/Pers., darin eingeschlossen ist das Mittagessen, alle Führungen an den verschiedenen Stationen und die Busfahrt. Anmeldungen beim Schatzmeister der Museumsfreunde, Herrn Neigenfind (05382 6968), können ab sofort erfolgen. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen beschränkt. Die Einzahlung der Kosten für die Tagesfahrt (45 €/Pers.) ist auf das Konto:

IBAN: DE 71 2789 3760 0013 0796 00
mit
BIO GENODEF1SES

bei der Volksbank Bad Gandersheim
zu leisten und gilt gleichzeitig als verbindliche Anmeldung.

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Pressebericht zur Fahrt

Schöne Museumsfahrt in die nahe Region
Die diesjährige Museumsfahrt der Museumsfreunde war wie schon in den vergangenen Jahren ein voller Erfolg.
Die Fahrt führte in die nähere Umgebung von Bad Gandersheim. Mehr als 40 Personen waren dabei, als es schon früh losging zum Galerieholländer Stroit, wo der Leiter des dortigen Fördervereins Mühle Stroit, Herr Dirk Ebrecht, die Gruppe unter den großen Windmühlenflügeln empfing. Er erläuterte dann die wechselvolle und bewegte Geschichte der noch voll betriebsfähigen Anlage. Ein warme Tasse Kaffee machte die Mannschaft munter. So erkundeten die Teilnehmer die Anlage von unten nach oben und zurück, immer unter sachkundiger Führung von Dirk Ebrecht. Am Ende versammelten sich alle rund um das Gebäude, und wieder waren viele Fragen über Nutzung, Technik und vieles mehr zu klären. Herr Ebrecht versprach darüber hinaus, bald ins Stadtmuseum nach Bad Gandersheim zu kommen, um in einem Vortrag die Mühle noch einmal in Wort und Bild vorzustellen. Ein kleines Geschenk und eine Spende für den Förderverein war der aufrichtige Dank für den spannenden Beginn des Tagesausfluges.
Wieder im Bus, lag das nächste Ziel, das Bergwerksmuseum Knesebeckschacht in Bad Grund, nicht allzu weit entfernt. Man wurde schon am Schacht erwartet. Aufgeteilt in 3 Gruppen nahmen sich Steiger und Aufsichtspersonen ihrer an und erklärten den Teilnehmern in bergmännischer Sprache und deftigen Ausdrücken die historische Anlage, die früher zum Abbau von Blei und Zinkerzem und ihrer Förderung diente. Die Reiseteilnehmer konnten im Museum die ehemaligen Grubenbaue, die Schachtanlage, die alten Förderfahrzeuge, eine kleine Grubenfahrt, aber insbesondere die Schilderungen der einstigen Steiger der Grube sehen und erleben. wasserrat
Danach  musste eine Stärkung sein. In der ehemaligen Kaue der Grube waren die Tische schon gedeckt und ein zünftiges, rustikales, bergmännisches Tzscherpermahl stand auf dem Programm. Alle schlugen kräftig zu, hatte doch die Besichtigung viel Kraft für Körper und Geist beansprucht. Mit einem herzlichen „Glückauf“ ging es dann weiter Richtung Clausthal, wo der Wilhelmschacht und die Oberharzer Wasserwirtschaft auf dem Programm standen. In diesem Museum war der Einsatz von Wasser zum Betrieb der ehemaligen Gruben, aber auch die Landschaft des Oberharzes der Mittelpunkt der Informationen. Riesige Wasserräder waren zu bewundern ebenso die Anlagen zur Bevorratung und Ableitung von Wasser als Antrieb der Künste. Ein interessanter Film als Abschluss beendete den Besuch hier.
TaufengelNur wenige 100 m weiter war dann die St. Salvatoris-Kirche in Zellerfeld an der Reihe. Hier erklärte eine engagierte Führerin den großen Kirchenbau mit der Resten einer Arp Schnitger Orgel und dem berühmten Altarbild von Andreas Tüpke sowie einen beeindruckenden Taufengel aus der Stifterfamilie des bekannten Theologen Calvör. Nun aber war Schluss mit den Besichtigungen. BergbauernmarktDen Abschluss bildete ein Bummel über den Zellerfelder Bauernmarkt gleich gegenüber der Kirche. Hier konnte man nach Lust und Laune einkaufen, Kaffee trinken, etwas essen oder trinken. Doch ein heftiger Schauer trieb die Reisenden bald in den wartenden Bus, der alle sicher und sichtlich beeindruckt und geschafft nach Bad Gandersheim zurück brachte.

 


 

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